Neue Potenziale für die Landwirtschaft

Die Pflanzenbiotechnologie ist eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Sie wird eine zunehmende Rolle bei der Bewältigung der globalen Herausforderungen in den Bereichen Ernährung, nachwachsende Rohstoffe, Energie, Gesundheit und Umwelt spielen.

Für die Landwirtschaft eröffnet die Pflanzenbiotechnologie neue Potenziale und stärkt damit deren Wettbewerbsfähigkeitund Nachhaltigkeit.

Mit hohen Wachstumsraten werden weltweit bereits auf über 110 Millionen Hektar gentechnisch verbesserte Pflanzen angebaut. Das entspricht etwa dem 71/2fachen der gesamten Ackerfläche in Deutschland.

Anbauerfahrungen werden in Deutschland zunächst mit zugelassenen schädlingsresistenten Bt-Maissorten gemacht. Weitere herbizid- bzw. insektenresistente Produkte stehen zur Zulassung an und eröffnen neue Möglichkeiten für die Landwirtschaft. Darüber hinaus entwickeln Wissenschaftler Pflanzen, die resistent gegen Viren sind und forschen an Sorten, die auch bei Dürre gedeihen und über eine verbesserte Inhaltsstoffzusammensetzung verfügen.

Ein Beispiel für den derzeitigen Nutzen der Pflanzenbiotechnologie in Deutschland ist der Anbau von Bt-Mais, der gegen den Schädling Maiszünsler resistent ist. Dieser ist in Befallsgebieten für einen Ernteausfall von bis zu 30 Prozent verantwortlich. Landwirte, die die Technologie nutzen, erhöhen damit nicht nur die Wirtschaftlichkeit im Anbau, sondern tragen auch zur Verringerung des Einsatzes von Insektenbekämpfungsmitteln gegen den Maiszünsler bei. Zudem sparen sie Kraftstoff ein, da sich der Maschineneinsatz zur Ausbringung der Insektizide verringert.

 

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