Erprobungsanbau

In den Jahren 2004 und 2005 koordinierte der InnoPlanta e.V. mehrere Projekte zu Fragestellungen beim Praxis-Anbau von gentechnisch verbesserten Mais (Bt-Mais, MON810). Dabei konnte der Verein auf wichtige Partner des Netzwerkes bauen. Insbesondere die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Fachbereich Pflanzenzüchtung, übernahm die wissenschaftliche Begleitung der Projekte und war somit maßgeblich am Erfolg beteiligt.

 

Erprobungsanbau 2004

2004 standen Untersuchungen zur Koexistenz von gentechnisch verbesserten Mais in Nachbarschaft zu konventionellem Mais unter Praxisbedingungen im Vordergrund. Dieses Projekt wurde durch das Wirtschaftsministerium des Landes Sachsen-Anhalt und das Bundesforschungsministerium gefördert.
Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass Koexistenz unterschiedlicher Anbauformen auch unter Praxisbedingungen möglich ist und dass aus wissenschaftlicher Sicht ein Mantelstreifen von 25 Metern konventionellem Mais um die Bt-Mais-Fläche ausreicht, um im benachbarten, konventionellem Mais deutlich unter dem vom Gesetzt vorgeschriebenen, kennzeichnungspflichtigen Schwellenwert von 0,9% GVO-Anteil zu bleiben.
An diesem Projekt beteiligten sich 27 landwirtschaftliche Betriebe aus 5 Bundesländern.

 

Erprobungsanbau 2005

2005 wurden zusätzliche Untersuchungen beim Landhandel durchgeführt, um dort ein Qualitätssicherungssystem etablieren zu können. Die Trennung der Warenströme – konventioneller Mais, Bt-Mais – , Probeentnahme, Prüfmethoden, Reinigung von Trocknungsanlagen und besonders der Umgang mit Maiserntepartien aus der Nachbarschaft vom Bt-Mais-Anbau wurden wissenschaftlich untersucht und ausgewertet. Die Märkische Kraftfutter AG (MÄRKA) und der TÜV-Ensys Nord waren neben der Uni Halle und den beteiligten Landwirten die wichtigsten Partenr in diesem Projekt, dass durch das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt und das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt gefördert wurde.
Im Ergebnis wurde auch in diesem Projekt festgestellt, dass bei Einhaltung der Guten Fachlichen Praxis beim Landwirt und unter Berücksichtigung der gegebenen Handlungsempfehlungen der Landhandel die Warenströme sicher trennen kann und somit eine Koexistenz möglich ist und die Landwirte ihre Anbaumethode frei wählen können.

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