Innovative Landwirte: Prozesse gegen Feldzerstörer setzen das richtige Zeichen gegen mutwillige Zerstörung von Privateigentum

Gatersleben, 18. Januar 2007. Die Arbeitsgemeinschaft Innovative Landwirte im InnoPlanta die Prozesse und Urteile gegen Aktivisten, die am 30. Juli 2006 im brandenburgischen Badingen eine 150 Quadratmeter große Anbaufläche zerstört hatten. Auf der Fläche hatte ein landwirtschaftlicher Betrieb gentechnisch verbesserten Bt-Mais angebaut, um den gefährlichen Schädling Maiszünsler zu bekämpfen.

Nach Angaben der Bundesregierung verursacht der Schädling allein in Deutschland einen jährlichen Schaden von 11 bis 12 Millionen Euro (1).

Karl-Friedrich Kaufmann, Sprecher der InnoPlanta AGIL, lobte Polizei und Justiz in Brandenburg: Wir haben dem Faustrecht als Mittel der Auseinandersetzung von Anfang an öffentlich eine Absage erteilt. Daher freuen wir uns, dass auch die brandenburgische Polizei und Justiz der Zerstörung von Privateigentum entschlossen entgegengetreten sind. Landwirte, die sich für den Anbau zugelassener Bt-Maissorten entscheiden, handeln nicht nur legal, sondern auch ökologisch. Sie verzichten auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. In fast allen Bundesländern bedroht der Maiszünsler den Maisanbau. Hier bietet die Pflanzenbiotechnologie Landwirten die Möglichkeit, ihre Erträge auf umweltschonende Art und Weise zu sichern. Menschen die diese Technologie kritisieren, können nicht einfach Felder zerstören. Viele Gegner ignorieren die vielen wissenschaftlichen Studien und guten praktischen Erfahrungen, die die Vorteile von Bt-Mais belegen, anscheinend völlig und greifen stattdessen auf Selbstjustiz zurück.

Die Arbeitsgemeinschaft Innovative Landwirte im InnoPlanta e.V. (InnoPlanta AGIL) ist ein Zusammenschluss von Landwirten und landwirtschaftlichen Unternehmen, die die Chancen und Potenziale der Pflanzenbiotechnologie nutzen wollen. InnoPlanta AGIL ist unter dem Dach des InnoPlanta e.V., einer Vereinigung zur Förderung und Nutzung der Pflanzenbiotechnologie, organisiert und steht bundesweit allen interessierten Landwirten offen.

(1) Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage im Deutschen Bundestag, Drs. 16/3059