Kriminelle Aktion der Gentechnik-Gegner hat strafrechtliche Folgen

Scharfe Kritik auch an den GRÜNEN

Gatersleben, den 07.09.2012:  Einige der anlässlich des InnoPlanta-Forums in Gatersleben am 4. September aus dem ganzen Bundesgebiet angereisten Gentechnik-Gegner müssen mit einem Strafverfahren rechnen. Am Sonntag hatten sie in Gatersleben in zahlreiche Haushalte ein Flugblatt mit einem angeblich von dem Magdeburger Professor Dr. Reinhard Szibor stammenden Aufruf verteilt, das zu einem Fürbitte-Gottesdienst für die Grüne Gentechnik einlud. Der Aufruf einschließlich der Unterschrift Szibors war eine dreiste Fälschung. Ebenfalls gefälscht waren der von den Straftätern verwendete Kopf der evangelischen Kirchenzeitung „Glaube und Heimat“ und die angebliche Erklärung der Redaktion, die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland unterstütze das Anliegen Szibors, sei aber aus Angst vor Protesten davor zurückgeschreckt, den Menschen in Gatersleben ein eigenes Schreiben zuzuleiten. Gegen die für das Flugblatt verantwortlichen Personen wurde Strafanzeige wegen Urkundenfälschung und Beleidigung erstattet.

Der Vorsitzende des InnoPlanta e.V., Karl Friedrich Kaufmann, und der Vorsitzende des InnoPlanta-Beirats, Minister a.D. Dr. Horst Rehberger, verurteilten das kriminelle Vorgehen der Gentechnik-Gegner auf das Schärfste. „Die Liste der Straftaten dieser wenigen, aber skrupellosen Berufsdemonstranten und Feldzerstörer werde immer länger: Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Nötigung, räuberische Erpressung und Freiheitsberaubung bei jüngsten Feldzerstörungen sowie jetzt Urkundenfälschung und Beleidigung - es ist höchste Zeit, die Rädelsführer angemessen zu bestrafen“ so Kaufmann und Rehberger.

Scharfe Kritik äußerten die beiden Repräsentanten des InnoPlanta e.V. auch am Verhalten der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Dass der Vertreter dieser Partei, das Landesvorstandsmitglied Stephan Bischoff, bei der Podiumsdiskussion des InnoPlanta-Forums seine fachliche Inkompetenz und seine Vorurteile damit entschuldigt habe, dass er ja kein Biologe sei, wolle man ihm nicht vorwerfen. Dass er sich jedoch auf entsprechende Fragen noch nicht einmal von gewalttätigen Aktionen der Gentechnik-Gegner wie Feldzerstörungen klar und eindeutig distanziert habe, sei erschütternd. „Offenbar“, so die beiden InnoPlanta-Repräsentanten, „ist manchen Bündnisgrünen das gute Verhältnis zur Feldzerstörer- und kriminellen Antigentechnik-Szene wichtiger als die Beachtung und Wahrung der Grundrechte andersdenkender Bürger.“ Kaufmann und Rehberger forderten den Landesvorstand der Bündnisgrünen auf, sich unverzüglich und unmissverständlich von den kriminellen Aktionen der Gentechnik-Gegner zu distanzieren.