InnoPlanta begrüßt positive Signale der Landesregierung. Aeikens fordert auf Forum offenen Dialog über Grüne Gentechnik
(Üplingen, 06.09.2011) Der InnoPlanta e.V. begrüßt die positiven Signale der Landesregierung, für einen offenen Dialog über die Grüne Gentechnik eintreten zu wollen. Auf der Eröffnung des 10. InnoPlanta-Forums in Üplingen beklagte Landwirtschafts- und Umweltminister Hermann Onko Aeikens ein Akzeptanzproblem der Grünen Gentechnik.
„Wir brauchen endlich eine ideologiefreie Diskussion, wie dies bereits bei der Roten Gentechnik gelungen ist“, sagte Aeikens in Üplingen. Er beklage zudem, dass die Grüne Gentechnik mit dem Hinweis abgelehnt werde, sie sei nicht erforscht. Auf der anderen Seite werde die Forschung aber massiv behindert. Der Minister verurteilte in diesem Zusammenhang die Feldzerstörungen
der vergangenen Zeit scharf.
„Wir freuen uns über die klaren die Worte aus der Landesregierung. Wir brauchen in Deutschland endlich faire und freie Forschungsbedingungen, wollen wir den – auch von Minister Aeikens bemängelten – Brain Drain, die Abwanderung von Wissenschaftlern aus Deutschland, verhindern“ erklärte Dr. Uwe Schrader, Vorsitzender des InnoPlanta e.V, in Üplingen.
Der Vereinschef unterstützte die Forderung des Ministers nach klaren Kennzeichnungsregelungen für Produkte, die unter der Hinzuziehung von gentechnisch veränderten Organismen hergestellt wurden. „Warum sollen wir auf die Milch nicht draufschreiben, dass die Kühe mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert werden“, so Aeikens. Schon heute werden 60 % der Kühe mit derartigem Soja gefüttert.

