Für Forschungsfreiheit und Freilandversuche

Forschungsstandort Deutschland stärken - DFG und DLG stellen Memorandum vor

(DFG/DLG). Wissenschaft und Wirtschaft in Deutschland fordern verlässlichere rechtliche und politische Rahmenbedingungen und ein aufgeschlosseneres gesellschaftliches Klima, um die Chancen der Grünen Gentechnik besser nutzen zu können. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) stellten dazu am 13. Mai in Berlin ein gemeinsames Memorandum vor, das die Situation der Forschung zur Grünen Gentechnik in Deutschland in den Mittelpunkt rückt.

Die Forschungen auf diesem zukunftsträchtigen Gebiet würden durch sachfremde politische Entscheidungen wie beim aktuellen Verbot des Genmais-Anbaus und durch die rechtswidrigen Zerstörungen von Freilandversuchen immer stärker beeinträchtigt. „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Hochschulen, öffentlichen Forschungseinrichtungen und mittelständischen Unternehmen sehen sich deshalb zunehmend gezwungen, ihre Forschungsvorhaben im Bereich der Grünen Gentechnik einzuschränken oder ganz aufzugeben. Es besteht die Gefahr, dass damit in Deutschland eine wichtige Forschungsrichtung verloren geht“, kritisieren DFG und DLG.
 
Das Memorandum, das auf Initiative der DFG-Senatskommission für Stoffe und Ressourcen in der Landwirtschaft und der DLG entstanden ist, ruft mit Nachdruck zu einer Umkehr auf. „Politik und Gesellschaft sollten ein hohes Interesse daran haben, dass Deutschland auch in der Forschung zur Grünen Gentechnik wieder eine Spitzenposition einnimmt und so seiner Verantwortung in der internationalen Gemeinschaft gerecht werden kann.“ Nur so ließen sich die enormen Potenziale der Grünen Gentechnik für eine ausreichende Versorgung der Menschheit mit gesunden Nahrungsmitteln, für eine umweltfreundliche Energieerzeugung und für die Bewältigung des Klimawandels nutzen.